Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger?

Einblicke in den Arbeitslosen-Markt

Im Oktober 2025 trifft sich die Redaktion „Zeitgeschehen“, um die längeren Themen für das kommende Jahr zu diskutieren. Ich schlage vor, den Übergang vom Bürgergeld zur Grundsicherung Mitte 2026 zu thematisieren. Im Februar drehe ich dafür das erste Mal in Nordhausen. 

In diesem Thüringer Landkreis läuft ein Pilotprojekt für junge Arbeitslose unter 25 Jahren. „Schwere Fälle“ werden zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet. Das Besondere: Wenn sie nicht zur Arbeit kommen, steht der Vollzugsdienst + ein Sozialarbeiter vor der Wohnungstür. Sie fragen nach, warum die Teilnehmenden fehlen und bieten an, sie zur Arbeit zu bringen.

Das ist tatsächlich wieder eine Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Über diese „Hausbesuche“ lerne ich junge Menschen kennen, die es schwer haben, im Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Dabei sind viele Geschichten  mit der Kamera schwer erzählbar, müssen also anders dokumentiert werden. Sie sind aber spannend.  

Erstaunlich ist auch die Parallelgeschichte in Greiz. Dort werden Asylbewerber seit 2024 erfolgreich an den Arbeitsmarkt heran geführt. Dokumentiert mit dem sympathischen Protagonisten Zozk Abdullah, der im Kreiskrankenhaus so Arbeit gefunden hat.  

Schon jetzt – Anfang Mai – ist die Resonanz auf den Film groß. In der Rubrik „Aufdeckungen, Ereignisse, Erfolge“ liste ich die Reaktionen auf.